Drucktechniken

 

Künstlerische Drucktechniken gibt es unzählige. Ich konzentriere mich auf Monotypie, Radierung und Linoldruck. Daneben experimentiere ich mit unterschiedlichsten Materialien im Bestreben die Möglichkeiten zu erweitern und neue zeitgemäße Techniken zu finden.

Monotypie

Monoprints oder Monotypien sind einmalige Drucke. Man nennt sie auch malerische Drucke oder gedruckte Gemälde. Genauer gesagt sind Monoprints einmalige Drucke von einem Druckstock der mehrfach verwendbar ist. Hingegen erlaubt das Verfahren der Monotypie aufgrund der Instabilität des Druckstocks nur einen Abzug überhaupt.

Bei der Monotypie arbeitet der Künstler mit üblichen Mal- und Zeichenwerkzeugen wie Pinsel, Rolle, Spachtel auf einem Druckträger. Nach Fertigstellung wird das Bild auf Papier oder einen anderen Träger gedruckt. Da das Bild auf der Druckplatte nicht stabil ist, kann nur dieser eine Druck, die Monotypie (1/1), angefertigt werden. Jeder Abzug ist ein Unikat. Manchmal kann man einen zweiten Abzug von der eingefärbten Platte erstellen, ein sogenanntes „Geisterbild“, eine Art Schatten oder Echo des eigentlichen Drucks, den man dann als Grundlage für einen weiteren Druck verwenden kann. Dieses Verfahren wendet CG Blanke regelmäßig an um den Serien einen inneren substantiellen Zusammenhalt zu geben, der nicht nur aus der Perspektive des Themas sondern auch des Prozesses besteht.

In der zeitgenössischen Druckgrafik wird vor allem die Idee der variablen Interpretation des Druckstocks umgesetzt. Mittels Kombination verschiedenster Drucktechniken mit zeichnerischen Manipulationen gedruckt auf vielfältigen Materialien lassen sich individuelle Ergebnisse erzielen.

Radierung

Radierung ist ein Sammelbegriff für Tiefdruckverfahren. Die druckenden Teile der Druckform liegen tiefer als deren Oberfläche. In der Presse wird mit hohem Druck die sich in den Vertiefungen angesammelte Farbe auf das angefeuchtete Papier übertragen. Klassisch druckt man von Metallplatten, in die das Motiv mit der Stahlnadel als Vertiefung geritzt (Kaltnadel) oder durch Säuren (Aquatinta, Strichätzung, Vernis mou) in die Druckform geätzt wird. CG Blanke arbeitet mit der Kaltnadel auch in Kunststoffplatten oder in Tetrapackfolie. Diese Druckplatten erlauben keine hohen Auflagen, kommen aber der Arbeitsweise der Künstlerin sehr entgegen.

Linoldruck

Linoldruck ist eine Hochdrucktechnik, die zu den einfachsten und ältesten Drucktechniken gehört. Das Bild entsteht durch Schneiden oder Schnitzen in einen Block. Die erhabenen Teile des Druckstocks nehmen Farbe an und geben diese an das Papier ab. Der Linolschnitt zeigt klare Flächen und glatte Umrisse. Es fehlt die durch die Maserung des Materials bedingte Struktur der Farbflächen, wie sie im Holzschnitt zu erkennen ist.